Für wen ist der Einstieg geeignet:

Im Prinzip kann jeder eine Imkerei aufbauen. Imkern ist ein schönes, spannendes Hobby und kann sogar zum Neben- oder Haupterwerb ausgebaut werden.

Imkern im Ruhestand hält fit. Man ist in der Natur unterwegs, das Bienenjahr verlangt abwechslungsreiche Tätigkeiten und man lernt Gleichgesinnte bei Stammtischen oder Veranstaltungen kennen.

Für Jugendliche ist Imkern ebenfalls ein interessantes und sinnvolles Hobby. Man trägt Verantwortung, lernt die Natur kennen und kann handwerkliches Geschick nutzen oder entwickeln.

Ideal ist das Imkern mit der Familie. Die Arbeit mit den Bienen kann ein beruhigender Gegenpol zu Arbeitsalltag sein. Mit Kindern in der Natur mit Tieren arbeiten, Verantwortung übertragen, Wissen vermitteln, stolz den ersten Honig schleudern, beim Frühstück Honigbrote gemeinsam genießen, mit Honig backen oder kochen und zur Weihnachtszeit Kerzen aus Bienenwachs herstellen – so vielfältig kann Imkern mit der Familie sein.

 

Wie wird man Imker/in?

Der Aufbau einer Imkerei erfordert etwas Geduld, Liebe zur Natur und die Übernahme von Verantwortung gegenüber den Bienenvölkern. Imkern wird nie langweilig. Es gibt immer etwas zu tun und handwerkliches Geschick ist gefragt.
Der Einstieg in die Imkerei ist aber nicht billig. Man benötigt Ausrüstung, Standplatz für die Bienenbehausungen (Beuten) und natürlich braucht man auch Bienenvölker.
Neben Kenntnissen, die man sich aneignen muss und rechtlichen Vorgaben die einzuhalten sind, übernimmt man auch die Verantwortung für die Bienen. Dabei ist es egal, ob man ein Bienenvolk oder zwanzig Völker bewirtschaftet.

Man sollte sich daher den Schritt gut überlegen, Imker/in zu werden. Ideal ist es daher, sich erst mal eine Imkerei anzusehen und ggf. auch mal bei kleinen Tätigkeiten mitzuhelfen. Wenden Sie sich einfach an Imker/innen in Ihrer Nähe oder fragen Sie bei uns nach. Wir helfen weiter (Ansprechpartner).

 

Hat man sich entscheiden, eine Imkerei aufzubauen, ist folgender Ablauf sinnvoll:

Klären der Standortfrage:

Die Bienenbehausungen (Beuten) brauchen einen Standplatz. Der kann auf dem eigenen Grundstück sein (möglichst ohne Nachbarn  zu verärgern) oder auch auf einem anderen Grundstück (Obstwiese, Waldwiese usw.). Das muss mit dem jeweiligen Eigentümer geklärt sein.

Die Ausflugöffnungen der Beuten sollte möglichst früh von der Sonne beschienen werden, wenn möglich in Richtung Süden zeigen. Wir unterstützen Sie bei der geeigneten Standortauswahl.

Verband- oder Vereinsmitgliedschaft:

Es empfiehlt sich, einem Verein oder Verband beizutreten. Die Beträge sind meist gering, man erhält Informationsmaterial (z.B. Zeitschriften des Buckfastverbands), kann sich Zuchtstoff für den Aufbau neuer Völker holen und vieles mehr.

Vom Landesverband Buckfastimker Bayern e.V. finden Sie den Mitgliedsantrag hier: Mitgliedsantrag Landesverband Buckfast

Vielleicht halten Sie auch nicht viel vom Vereinsleben, aber eine Mitgliedschaft ist anzuraten, da damit in der Regel auch der Zugang zu einer sehr kostengünstigen Versicherung verbunden ist, die Haftung für Personen und Sachschäden übernimmt, die durch Bienenhaltung eintreten können: Betriebsversicherung

Wir als regionale Buckfastgruppe Oberfranken vom Landesverband Bayern vermitteln auch einen Bienenpaten oder eine Bienenpatin, so dass Sie beim Aufbau Ihrer Imkerei betreut werden. Falls möglich, erhalten Sie auch ein Bienenvolk oder einen Ableger (kleines Bienenvolk), das sich im Laufe des Jahres zu einem richtigen Volk entwickelt.

Anmeldepflichten als Tierhalter:

Rechtlich sind Imker/innen Tierzüchter und müssen sich vor Aufnahme der Tätigkeit anmelden. Man erhält dann eine Betriebsnummer. Die zuständige Anmeldestelle sitzt in Münchberg. Die Anmeldung ist kostenlos. Zuständige Stelle in Münchberg: www.aelf-mn.bayern.de

Das PDF-Formular kann man hier herunterladen:  Zuteilung einer Betriebsnummer

Bei der Anmeldung werden die Daten an das zuständige Landratsamt gemeldet, damit das Veterinäramt beim Auftreten von Tierseuchen die Standorte der Imkereien kennt.

Bienen, Beuten und Ausrüstung:

Man benötigt jetzt nur noch neben den Bienen und Beuten die notwendige Grundausrüstung (Schutzanzug, Smoker, Stockmeißel usw.) und schon kann mit Unterstützung des Paten/der Patin  loslegen. Weitere Geräte (Schleuder usw.) kann man sich ggf. bei der Gruppe oder eben auch beim Paten bzw. der Patin leihen.

Der richtige Zeitpunkt:

Ideal ist das Frühjahr für den Start, wenn der Standplatz vorhanden ist, die Beuten aufgestellt wurden und man das erste Bienenvolk bekommt. Man kann aber auch schon im Winter tätig werden, in dem man Kurse besucht, an Treffen und Veranstaltungen teilnimmt. Handwerklich Geschickte können auch die Winterpause nutzen, um sich selbst Beuten bzw. einen Bienenstand zu bauen.

Wissen und Weiterbildung:

Man lernt nie aus und daher sind Weiterbildungen für Bienenhalter/innen wichtig. Das geschieht durch Vorträge, Gespräch bei Stammtischen oder aber in Kursen bei Imkerschulen.

Imkerschule Oberfranken e.V. in Mitwitz: Imkerschule Mitzwitz

(von: Dr. Andreas. Kokott und Heiko Pastor, Juli 2017)

 

 

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